Brauche ich als Selbstständige wirklich ein Logo?
Das fragen sich viele selbständige Frauen, vor allem wenn sie als Expertin, Coach oder kreative Dienstleisterin auftreten. Unternehmerinnen hingegen wissen meist schon, dass ein Logo Sinn machen würde und dennoch fühlt es sich oft nicht richtig an.
Kurz zusammengefasst:
In diesem Blog-Beitrag klären wir die Frage, ob ein Logo für Selbständige wirklich Sinn macht und wann es vielleicht sogar eher schadet. Gleichzeitig habe ich für dich 3+1 Tipps mitgebracht, damit dein Logo für dich als Personenmarke auch wirklich für dich arbeitet und vor allem 100% zu dir passt.
Brauche ich jetzt ein Logo oder nicht? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, auch wenn sie dir vielleicht erstmal nicht gefällt. Möglicherweise erleichtert sie dich aber auch, denn kurz gesagt: Nein, du brauchst kein klassisches Logo mit Bildelement, was du aber brauchst, verrate ich dir in diesem Beitrag.
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Ich sehe immer wieder Selbstständige, die an ihrem Logo ewig und drei Tage weiter basteln und dabei unglaublich viel Zeit verschenken. Denn ganz ehrlich? So ein Logo oder Branddesign ist, vor allem wenn man selbst daran arbeitet, häufig ein sehr guter Prokrastinationsgrund. Ein Grund also, um die wesentlichen, aber vielleicht unangenehmeren Dinge im Business aufzuschieben.
Deshalb schauen wir uns heute genau an: Wann macht ein Logo wirklich Sinn? Und worauf solltest du achten, damit es für dich arbeitet und nicht am Ende sogar kontraproduktiv für dich und deine Marke ist?
Wofür ist ein Logo eigentlich gut?
Bevor wir uns der Frag widmen, ob ein Logo für dich Sinn macht, schauen wir uns zunächst mal an, warum es Logos eigentlich gib. Ein Logo besteht meist aus einer Wortmarke, also Text, die häufig mit einer Bildmarke (Grafik) kombiniert wird.
Ein Logo …
… repräsentiert eine Marke und erzeugt entsprechend ein Gefühl.
… wirkt professionell und schafft Vertrauen.
… ist einprägsam und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Klingt gut, oder? Aber was passiert, wenn ein Logo nicht wirklich durchdacht oder harmonisch umgesetzt wird?
Dann sorgt dein Logo dafür, dass …
… diese Unstimmigkeiten ein ungutes Gefühl auslösen.
… die Marke eher unprofessionell wahrgenommen wird.
… du nicht im Positiven im Gedächtnis bleibst.
Am schlimmsten ist jedoch, dass ein Logo dich manchmal sogar von dir selbst entfernt!
Warum ein Logo manchmal sogar eher schadet!
Ein Logo ist wie ein schönes Schmuckstück, wenn du es allerdings als Maske vor der herschiebst, versteckst du dich dahinter, als würdest du sagen: „Hier ist mein Business, aber ich selbst bin gar nicht so wichtig.“
Genau das ist ein Fehler, den viele Selbstständige machen. Im Kopf sitzen dann Glaubenssätze wie: Ich bin nicht gut genug, ich darf nicht angeben, ich sollte mich zurückhalten. Diese Sätze wurden uns irgendwann in bestimmten Lebenssituationen eingepflanzt und hindern uns daran, das zu tun, was eigentlich richtig für uns ist. Häufig führt das sogar dazu, dass wir ein Logo tragen, dass uns gar nicht entspricht, weil wir versuchen etwas zu sein, was wir vermeintlich sein sollten.
Wenn du eine Personenmarke bist, gibst du dein Business nicht ab. Du machst es, weil du es liebst, weil du Menschen helfen willst, weil du ein gutes Herz hast. Und ein guter Mensch, der etwas Wertvolles in die Welt bringen will, hat jedes Recht, sich dabei auch zu zeigen. Deine Firma nach dir zu benennen oder dich als Gesicht der Marke zu zeigen, ist keine Angeberei. Es ist einfach nur ehrlich und richtig.
Vielleicht ist das Verstecken für dich auch gar nicht das Thema, und du denkst eher, ein Logo würde deinem Business mehr Glaubwürdigkeit und Professionalität verleihen. Dazu möchte ich dir eine Geschichte aus meiner eigenen Vergangenheit erzählen.
Ich verrate dir, wie das bei mir damals war.
2016 bin ich in die hundertprozentige Selbstständigkeit gestartet. Damals dachte ich, ich müsse etwas beweisen, und habe deshalb nicht meinen eigenen Namen genutzt, sondern einen Firmennamen: Leuchtquelle. Auch meine Lieblingsfarbe Rosa, die ich schon als kleines Mädchen geliebt habe, habe ich beiseitegelegt und mich stattdessen für Gold entschieden. Bei der Schrift habe ich eine Variante gewählt, die kreativ und verspielt war, aber nicht zu feminin wirkte.
Der Grund: Ich wollte von meiner damaligen Zielgruppe (das waren große Konzerne) ernstgenommen und respektiert werden. Die Entscheidungsträger waren sehr kritisch mit einer jungen Frau und ich wollte es ihnen unbedingt beweisen.
Deshalb war mein Logo für mich lange wie ein Schutzschild, hinter dem ich mich verstecken konnte und dabei verlor ich meine Persönlichkeit völlig aus den Augen. Die Quittung dafür bekam ich ein Jahr später!
2017 war ich im Burnout. Ich habe damals gespürt, dass es keinen Ausweg mehr gab, außer endlich auf mein Gefühl zu hören. Schluss mit den verkopften Entscheidungen und dem Übergehen meiner Grenzen.
Und es war der Anfang von meinem Wohlfühlbusiness! Ich habe mein Branding angepasst, mich neu positioniert und bin nach und nach in mein heutiges ICH „geflossen“. Klar, musste ich nach den Jahren der Anpassung erst herausfinden, wer ich eigentlich ohne all die Masken war. Seitdem bin ich vorsichtig mit reiner Strategie und arbeite stattdessen unglaublich intuitiv.
Mein Logo seit 2006? War fast immer eine reine Wortmarke, die durch kleine Details für mich zu etwas ganz Besonderem wurden. Genau das empfehle ich auch den meisten meiner Kundinnen, wenn sie eine einfache und stimmige Lösung suchen.
Wann macht ein Logo für dich Sinn?
Für Firmen macht ein Logo immer Sinn, weil es hier eben kein Gesicht gibt, das die Marke trägt. Bei Firmen sind die meisten Mitarbeitenden austauschbar. Das Produkt und das Unternehmen laufen unabhängig von der Person, könnten verkauft werden, und die Kundschaft interessiert meist gar nicht so genau, wer eigentlich dahintersteckt. Es dreht sich alles um Werbung für die Produkte, nicht um die Geschichte oder den Alltag einer Person.
Du bist aber eine Personenmarke, selbst wenn du ein kleines Team hinter dir hast. Ohne dich geht’s in deinem Business nicht. Es lebt von deiner Erfahrung, Expertise und deiner Meinung. Hier kann ein Logo also wie ein schönes Schmuckstück dazu beitragen professioneller wahrgenommen zu werden, aber du brauchst es nicht.
„Ja, aber was pack ich dann oben auf meine Webseite?“
Gute Frage, denn wir haben alle gelernt, dass es da oben etwas zum draufklicken gibt, was uns wieder auf die Startseite bringt, oder? Hierfür gibt’s eine einfache Lösung, eine einfache Wortmarke!
Was ist eine Wortmarke?
Eine Wortmarke ist der Teil des Logos, der nur aus Text besteht. Eine Wortmarke ist für die meisten selbständigen sehr schnell und einfach umzusetzen, weil sie einfach ihre Hausschrift verwenden können. Ja, eine Hausschrift brauchst du unbedingt im Laufe deiner Selbständigkeit! Das ist die Schrift, die markant für dich steht, die auf Instagram in deinen Karousells benutzt, mit denen du deine Headlines auf deiner Webseite schreibst und die Cover deiner Workbooks zierst.
Was als Wortmarke gut funktioniert:
- Deine Hausschrift mit deinem (Firmen-) Namen + evt. Zusatzzeile
- Deine vektorisierte Handschrift
Das sind die beiden Lösungen, die ich auch selbst häufig mit meinen Kundinnen nutze. In den geführten Meditationsreisen finden wir aber auch häufig in dem Prozess Grafikelemente, die die Wortmarke harmosch ergänzen.
Vielleicht fragst du dich jetzt:
Okay, sollte ich mein Logo selber machen oder doch lieber machen lassen?
Das kommt darauf an, ob du selbst Spaß daran hast, wo du grade in deinem Business stehst, wie gut es dir liegt und wie zufrieden du mit deinem Ergebnis bist. Wenn du magst, könnten wir auch mal kostenlos und unverbindlich gemeinsam auf dein Logo schauen, wenn du das Gefühl hast, da passt irgendwas noch nicht, denn ich biete auch Logo-Optimierungen an. 😉
3+1 Tipps für ein Logo, das wirklich zu dir passt
Egal, ob du selbst dran gehst oder dir Unterstützung holst, ist es unglaublich hilfreich, auf bestimmte Dinge zu achten und deshalb habe ich für dich Logo-Tipps gesammelt, die dir dabei helfen werden.
Tipp 1: Beschreibe dich und dein Business.
Sammle Adjektive, die dich und dein Business ausmachen. Bist du zum Beispiel herzlich, verspielt, spirituell, bodenständig? Diese Begriffe müssen sich später in Farben, Schrift, Design und Bildern wiederfinden, sonst funktioniert das Logo nicht.
Tipp 2: Finde deine Schrift und Farbe.
Frag dich: Wenn ich eine Schrift wäre, welche wäre ich? Wenn ich eine Farbe wäre, welche? So spürst du dich in der Gestaltung wieder.
Tipp 3: Schaffe eine klare Blickführung.
Der Betrachter sollte immer wissen, wohin er zuerst schauen soll. Wenn du zum Beispiel Namen und Titel untereinander stehen hast, muss klar sein, was das Wesentliche ist, etwa durch Größe, Farbe oder Schriftschnitt.
Bonus-Tipp: Achte auf die Abstände.
Die sogenannte Spationierung, also der Abstand zwischen den Buchstaben, wird bei fertigen Schriften nicht automatisch optisch stimmig dargestellt. Ein einfacher Trick aus meiner Grafik Design Ausbildung: Dreh dein Logo auf den Kopf. So sieht dein Auge die Abstände viel klarer, weil dein Gehirn die Buchstaben nicht mehr automatisch ergänzt, und du kannst gezielt nachbessern.
Fazit: Brauche ich jetzt ein Logo oder nicht?
Als Personenmarke brauchst du in den seltensten Fällen ein aufwendiges Logo mit Wort- und Bildmarke. Was du brauchst, ist ein stimmiger Schriftzug, eine Hausschrift und eine Farbwelt, die wirklich zu dir passt und zeigt, wer du wirklich bist.
Du willst mir dein Logo zeigen und Feedback bekommen?
Schick mir gerne einen Link zu deinem Logo auf Instagram oder schreib mir eine E-Mail. 🤗
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